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Die Grundlage des Forderungsmanagements: Eine klare Definition

 

Die Grundlage des Forderungsmanagements: Eine klare Definition

 

Um eine Basis für eine klare Bearbeitung eines Vorganges in Bezug auf die Durchsetzung einer Forderung zu erhalten, ist die einfache Frage zu stellen: Wer will was von wem?

 

Bereits bei der Vertragsgestaltung sollte größter Wert darauf gelegt werden, die Parteien           klar zu definieren. Schließen Sie zum Beispiel eine Vereinbarung in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführer einer GmbH oder einer anderen Gesellschaft ab, so sollten Sie klar zum Ausdruck bringen, dass Vertragspartner die Gesellschaft und nicht Sie persönlich sind. Es kann zum Beispiel bei verschiedenen Gerichten schon problematisch werden, wenn der Briefkopf zwar die Gesellschaft definiert, der Vertragsinhalt jedoch Ihre persönliche Unterschrift ohne Hinweis auf die Gesellschaft trägt. Dies gilt selbstverständlich für beide Parteien. Wer hier nachlässig ist, riskiert unter Umständen den Erfolg.

Was die eigentliche Forderung angeht, so kann natürlich jeder Lebenssachverhalt Gegenstand eines Vertrages, und damit eines sich daraus ergebenden Anspruchs (einer Forderung), sein. Die Forderung kann gegen einen Anderen, d.h. gegen eine natürliche Person, eine juristische Person, eine Firma und so weiter gerichtet  sein. Sie kann auf Geld gerichtet sein, was der häufigste Fall ist. Aber auch auf verschiedenste andere  Leistungen kann sie sich beziehen, zum Beispiel auf Leistungen, die eine Werk-oder Dienstleistung (Zahnarzt, Handwerker) beinhalten, oder Leistungen, die nur von bestimmten Firmen oder Personen als einmalige Individualleistung erbracht werden können. Man spricht hier von vertretbaren  oder unvertretbaren Leistungen.

Das Ziel des Forderungsmanagements muss somit darin bestehen in der ersten Stufe die Parteien der Forderung, d.h. Gläubiger und Schuldner, zutreffend zu erfassen und zu definieren. Dies dient der Vermeidung späterer Probleme im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Forderung.

Im gleichzeitig stattfindenden zweiten Schritt ist Klarheit über den Inhalt der Forderung zu erhalten und die Forderung zu definieren, d.h., vertraglich, möglichst schriftlich, festzuhalten. Dadurch wird der Inhalt der Forderung, also der Vertragsgegenstand, für alle Vertragsparteien, insbesondere aber auch für die an den Vertragsverhandlungen nicht beteiligten Mitarbeiter, deutlich erkennbar.

 

Wie Sie sehen, besteht das beste Forderungsmanagement darin, diese drei Inhalte klar zu erfassen. Also, wer sind die Parteien und was wollen Sie voneinander? Welche Verpflichtungen sind sie gegenseitig eingegangen? Der eine verkauft das Auto, der andere muss bezahlen. Wer ist der eine, wie heißt er, wie heißt seine Firma, ist der, der unterschrieben hat, unterschriftsberechtigt? Wer ist der andere? Wie heißt er, der Käufer? Welche Eigenschaften hat der Kaufgegenstand ganz genau? Zum Beispiel Fahrzeugtyp und die Liste der Extras. Alles Selbstverständlichkeiten, die jedoch der Aufmerksamkeit und Sorgfalt bedürfen. Wenn dies der Fall ist, wurde die erste Voraussetzung eines erfolgreichen Forderungsmanagement bereits in vollem Umfang erreicht. Denn wenn diese einfachen handwerklichen Voraussetzungen erfüllt sind, ist der weitere Ablauf von zahlreichen Problemen befreit.

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