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Inkasso und Gerichtliches

 

Inkasso und Gerichtliches

 

In Deutschland wird die Staatsgewalt in drei Bereiche unterteilt: Legislative – die gesetzgebende Gewalt -, Exekutive – die ausführende Gewalt – und Judikative – die Rechtsprechung. Dies dient der Vermeidung eines Machtmonopols. Das haben wir in der Schule gelernt. Doch mit welchem Bereich arbeitet ein Inkassobüro nun zusammen?

Antwort: Die Judikative

In den Bereich der Judikative fallen vor allem die Gerichte und unter den Überbegriff „Gericht“ fallen verschiedene Formen von Gerichten, die sich mit unterschiedlichen Thematiken befassen. So existieren Strafgerichte, deren Zweck es ist gesetzeswidrige Handlungen zu bestrafen.

Eine andere Form sind die Verwaltungs- und Sozialgerichte, welche ausschließlich Streitigkeiten zwischen Personen und dem Staat verhandeln.

Im Gegensatz dazu befassen sich Zivilgerichte mit Streitigkeiten zwischen (natürlichen oder unnatürlichen) Personen. Diese sogenannten „zivilrechtlichen Verhandlungen“ sind die für das Inkasso interessante Verhandlungsform, da sie sich um die Belange des Opfers – in dem Fall dem Mandanten des Inkassobüros – kümmern und ihm zu seinem Recht verhelfen.

Strafgerichte hingegen sind für Inkassobüros  uninteressant, da diese im Normalfall keine Strafanzeige stellen dürfen. Drohen unseriöse Inkassobüros dennoch mit Strafanzeige, obwohl keine Straftat vorliegt, so können sie sich schnell  ihren eigenen Strick damit drehen, da eine derartige Handlung als Nötigung gegen den Schuldner ausgelegt werden kann. Somit ist Inkasso auf Zivilrechtssachen im Bereich der Forderungsbeitreibung von bezifferten und unbestrittenen Forderungen beschränkt. Zudem fließen noch Handels-, Miet- und Arbeitsrecht mit hinein.

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