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Interne Kommunikation verbessern

Interne Kommunikation verbessern

Wenn es um die interne Kommunikation in den Unternehmen geht, heißt es oft: „Wir arbeiten noch dran…“. Ist das wirklich so?

Interne Kommunikation wird oft als unwichtig angesehen

In der aktuellen Ausgabe der Certo (03 2019) finde ich einen sehr schönen Artikel zum Thema „Richtig reden ist Gold“. Damit ist in erster Linie die interne Kommunikation in den Unternehmen gemeint.

In diesem Artikel wird verständlich dargelegt, dass viele Unternehmen die interne Kommunikation oft als nicht wichtig empfinden. Mehr noch: In Zeiten der Veränderungen führen virtuelle Arbeitsplätze, mobiles Arbeiten, alte Hierarchien, fehlende Integration neuer Mitarbeiter/innen in die Informationswelt des Unternehmens unweigerlich zu Missverständnissen.

Dialog ist wichtig für das Arbeitsklima

Ganz praxisnah erzählte mir in der vergangenen Woche ein junger Mann aus der Technik, dass sein Chef mit ihm nur das Jahresgespräch führt. Und weil er – also der Chef – darauf auch keine Lust hat, wird das in 15 Minuten abgehandelt.

Dabei ist das Arbeitsklima sehr stark abhängig von dem Dialog. Damit meine ich natürlich den gezielten Dialog und einen Austausch mit und unter Mitarbeiter/innen. Doch das scheint in vielen Unternehmen offensichtlich nicht zu funktionieren.

Viele Unternehmen sprechen nicht gerne öffentlich über ihre interne Kommunikation! Dabei würde gerade eine gezielte Kommunikation nicht nur zum besseren Arbeitsklima beitragen. Unternehmenslenker sind bereits davon überzeugt, dass die eigentliche Marge in einer guten Kommunikation zwischen den Schnittstellen liegt. Das Zauberwort heißt Motivation!

Mangelhafte Kommunikation ist das größte Ärgernis

Und was sagen die Mitarbeiter/innen zum Thema Kommunikation im eigenen Unternehmen. Nun, viele Mitarbeiter/innen nehmen kein Blatt vor den Mund. Als größtes Ärgernis im Beruf nennen sie (Quelle: Artikel Certo 9/2019) die mangelhafte Kommunikation. Da werden umfangreiche, technische Chat-Lösungen angeschafft und der Eindruck entsteht, dass jemand in der IT unbedingt „hip“ sein möchte. Da werden Whats-up-Lösungen implementiert und eine Menge mehr „Webbex-Meetings“ veranstaltet, während sich die E-Mail-Flut im Postfach ansammelt.

Der Artikel verweist darauf, dass das „Gespräch eine Renaissance“ erlebt. Das sollte auch meiner Meinung nach der Anspruch sein. Schließlich können alle – notwendigen – Veränderungen nur realisiert werden, wenn der einzelne Mitarbeiter auch mitgenommen wird.

Leider wird von vielen Mitarbeiter/innen auch die schlechte Arbeitsatmosphäre angeprangert. Aber wie entsteht eine schlechte Stimmung? Oft liegen die Gründe in einer schlechten oder gar in einem fehlenden Austausch.

Verbesserung funktioniert nicht von jetzt auf gleich

Mit dem Titel „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ habe ich vor wenigen Tagen einen dreistündigen Arbeitskreis zu genau diesem Thema geleitet. Es war herzerfrischend, wie sich die Mitarbeiter – nach anfänglicher Zurückhaltung – mit diesem Thema beschäftigten. Dabei konnten sich die Ergebnisse wirklich sehen lassen.

Interessant dürfte aber auch für die Arbeitgeber sein, dass sich viele Mitarbeiter nicht (mehr) wohlfühlen, weil sie sich in der Position nicht entfalten können. Auch hier stelle ich immer wieder fest, dass das Wort „Perspektivwechsel“ in jedem Seminar zwar treffend beschrieben werden kann, aber es an der praktischen Umsetzung hapert.

5 Tipps, wie Sie die Kommunikation mit und unter Mitarbeitern optimieren

1. Schaffen Sie eine „KVP-Box“ (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) an. Hier dürfen alle Mitarbeiter ihre Vorschläge einwerfen. Vielleicht vergeben Sie kleine Prämien?
2. Sprechen Sie jeden Mitarbeiter immer wieder auf Verbesserungsvorschläge an.
3. Fragen Sie Ihren Mitarbeiter (wenn Sie Führungskraft sind), was SIE seiner Meinung nach optimieren könnten.
4. Begrenzen Sie die E-Mail – Flut. Schaffen Sie klare Absprache und Regeln
5. Führen Sie regelmäßige Einzelgespräche mit den Mitarbeitern, auch außerhalb der regulären Termine (Jahresgespräche)

Und das Wichtigste!

Gestehen Sie sich als Unternehmen ein, wenn es in der internen Kommunikation knirscht! Wem hilft es, eine mangelhafte Kommunikation zu verharmlosen und damit auch zu ignorieren.

Eine weitere Hilfe bei der Verbesserung der internen Kommunikation sind auch unsere Seminare, wie z.B. „Grundlagen für eine störungsfreie Kommunikation„.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gerne stellen wir ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Seminar für Sie zusammen um ihre interne Kommunikation und das Arbeitsklima zu verbessern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Ulrich Liebscher