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So wählen Sie das passende Inkassounternehmen

 

So wählen Sie das passende Inkassounternehmen

In diesem Beitrag wollen wir Ihnen einige Punkte vorstellen, die Sie bei der Auswahl Ihres Inkassopartners beachten sollten. Im Idealfall erstellen Sie daraufhin mit Ihrem Team Ihre eigene Anforderungsliste, um am Ende die richtige Entscheidung beim Inkassobüro beauftragen treffen zu können.

Anhand dieser Kriterien finden Sie sicherlich Ihren Partner. Letztlich ist vor allem das Vertrauensverhältnis ein Kriterium für die Entscheidung, welches auch viele potentielle Kunden als sehr wichtig empfinden.

Hier einige weitere Aspekte aus unseren Workshops:

  • Welche Referenzen kann das Inkassounternehmen vorlegen bzw. angeben?
  • Erfolgt im Verhältnis Inkassounternehmen/ Gläubiger eine Rückbelastung  z.B. mit Inkassokosten, wenn diese beispielsweise vom Gericht unter dem Gesichtspunkt des Verzugsschadens nicht anerkannt werden? Und in welchem Umfang?
  • Wie ist eine Kündigung des Vertragsverhältnisses mit dem Inkassounternehmen in dessen AGB geregelt? Vorzuziehen sind Inkassounternehmen, die die Kündigung nicht besonders regeln, sondern sie den gesetzlichen Vorschriften überlassen
  • Welche Inkassovergütung und welche Erfolgsprovision fordert das Inkassounternehmen? Wie hoch ist die im Misserfolgsfall auf jeden Fall zu zahlende Negativpauschale? Wegen Fehlens einer Gebührenordnung und der bestehenden Wettbewerbssituation bestehen erhebliche Kostenunterschiede bei den Inkassounternehmen
  • Testen Sie das Inkassounternehmen, indem Sie ihm einige Forderungen zur Einziehung übergeben und dann die Bemühungen, den Erfolg und die korrekte Abrechnung beobachten

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Auswahl Ihres zukünftigen Inkassopartners!

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Rechtsanwalt oder Inkassounternehmen beauftragen?

 

Rechtsanwalt oder Inkassounternehmen beauftragen?

Wer die Wahl hat, hat auch die Qual!

 

Gerade kleine und mittelständische Unternehmer stehen nicht selten vor der Frage, ob sie bei Einzelfällen nun ein Inkassobüro mit dem Inkasso beauftragen oder einem Rechtsanwalt übertragen sollen. Am Ende ist es natürlich immer eine Abwägung, wo sich das Unternehmen am besten aufgehoben fühlt. Dennoch gibt es einige Aspekte, die man bei der Auswahl beherzigen sollte, damit die Erwartungen auch erfüllt werden.

 

Wann sollten Sie einen Anwalt kontaktieren?

Grundsätzlich sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, wenn es sich bereits um eine von der Gegenseite bestrittene Forderung handelt. Also hat beispielsweise der Kunde oder gar der gegnerische Anwalt Ihnen schon geschrieben, dass er nicht oder nur teilweise zahlen will, sind Sie bei einem spezialisierten Anwalt wohl besser aufgehoben. Das umso mehr, als dass ein Inkassounternehmen auch nur „voraussichtlich unbestrittene Forderungen“ bearbeiten darf.

Trotzdem beauftragen manche Unternehmer zunächst ein Inkassounternehmen, weil es scheinbar billiger ist. Das ist aber leider nicht so, denn Ihre Forderung macht dann nur einen zeitlichen Umweg. Das Inkassounternehmen wird nach dem vorgerichtlichen Inkasso auch zum Anwalt raten. Bezahlen müssen Sie aber beide Dienstleister.

Aber auch Ihren Anwalt sollten Sie sich genauer ansehen. Ist er in diesem Thema fit? Oder hat er sich spezialisiert auf zum Beispiel das Familien- oder Verkehrsrecht? Wie schätzt der Anwalt anhand Ihrer Dokumentation die realistischen Chancen ein? Welche Maßnahmen ergreift er vorgerichtlich? Prüft der Anwalt auch die Bonität des Schuldners? Was kostet Sie ein Inkasso-Verfahren, wenn es negativ ausgeht (vorgerichtlich und gerichtlich)?

Denken Sie daran, dass viele Urteile in einem Vergleich enden. Was passiert dann mit den Kosten?
Nachfragen lohnt sich, denn Sie können hier schon viel Geld sparen!

 

Und wann lohnt sich für Sie die Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro?

Inkasso beauftragen lohnt sich zum einen, wenn es sich um eine voraussichtlich unbestrittene Forderung handelt. Der Schuldner hat zum Beispiel auf Ihre Rechnung und Mahnung überhaupt nicht reagiert und Sie haben Ihre Lieferungen/Leistungen vollständig erbracht.

Berücksichtigen sollten Sie auch, dass weder der Anwalt noch das Inkassounternehmen gern einzelne Forderungen unter 500,00 € bearbeitet. Oft – auch wenn man etwas anderes behauptet – lohnt es sich für den Auftraggeber nicht.

Am besten lassen Sie sich für Ihre spezielle Forderungen einmal konkret vorrechnen: Was geschieht, wenn der Schuldner alles bezahlt (Thema Grund- oder Fixkosten, Erfolgsprovisionen)? Was geschieht, wenn der Schuldner vorgerichtlich/gerichtlich nur einen Teil zahlt? Was geschieht, wenn der Schuldner weder vorgerichtlich noch gerichtlich zahlt (Kosten und Titel)?

Wenn Sie viele Forderungen im Inland und Ausland haben, können Sie in der Regel auch Sonderkonditionen vereinbaren. Möglich ist häufig auch eine vereinfachte Zusammenarbeit über Online-Portale und Auskunftssysteme.

Berücksichtigen sollten Sie auch das Thema Kommunikation. Haben Sie einen festen Ansprechpartner, oder wechselt dieser innerhalb des Unternehmens und in den verschiedenen Phasen der Inkassobearbeitung?

 

Ein wichtiger Tipp zum Schluss

Lassen Sie sich auch die AGB`s mit einem Angebot liefern. Speziell unter dem Punkt Konditionen und Kündigung sind meistens sehr interessante Details, die Sie prüfen sollten.

 

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Telefoninkasso: Erfolgreich ist, wer die Kriterien kennt

 

Telefoninkasso: Erfolgreich ist, wer die Kriterien kennt

 

Das Telefoninkasso gehört in vielen Unternehmen schon jetzt zu einem festen Instrument im Forderungsmanagement. Lieber einmal den Hörer in die Hand nehmen und direkt mit dem säumigen Kunden telefonieren, als sich durch schleppenden Briefverkehr zu quälen, oder unnötig viel Zeit untätig verstreichen zu lassen. Oft ist es doch wirklich nur ein Weckruf, der freundlich und höflich ausgeführt wird und den säumigen Kunden an die Zahlung erinnert. Und doch stellt sich der Erfolg nicht so richtig ein. Das hat sicherlich unterschiedliche Ursachen, aber bestimmt liegt es unter anderem auch daran, dass häufig planlos quer Beet telefoniert wird und es vielfach schlicht und ergreifend an einem Ziel, einer Idee fehlt, wie das Telefoninkasso am besten gelingen kann.

 

Nehmen wir doch unser Beispiel aus der Überschrift. Nach welchen Anrufkriterien telefonieren Sie?

 

Diese Frage erscheint auf dem ersten Blick vielleicht trivial, aber es entstehen viele gute Ideen, wenn man sich vorab und grundsätzlich einigen Gedanken macht. Hier nur drei Beispiele:

 

  • Vor-Fälligkeits-Telefonate
    Das Unternehmen zielt auf Unternehmen ab, deren Außenstand 30.000 € übertrifft. Obwohl es sich nicht um klassisch säumige Kunden handelt, werden diese Kunden bereits vor Fälligkeit angerufen. Es ist wohl klar, dass es hier ein sehr gut durchdachtes Telefonkonzept geben muss. Aber es funktioniert. Das Unternehmen verbessert den Service und  erhöht das eigene Liquiditätspolster.
  • Bonitätstelefonate
    Kunden mit schlechter Bonität wurden in diesem Unternehmen bisher schriftlich gebeten, doch am besten Vorkasse zu leisten, weil die Bonität nicht ausreicht. Die Ergebnisse waren sehr mager. Jetzt werden speziell geschulte Mitarbeiter mit einem gut durchdachten Telefonkonzept gezielt eingesetzt. Ziel ist die Bestellung ohne Risiko.
  • Telefonat bei Widerspruch
    Ein Unternehmen aus der Versicherungsbranche möchte die Kosten für die Klagen reduzieren. Jetzt werden Schuldner, die einen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt haben prompt angerufen. Ziel ist die Rücknahme des Widerspruchs. Die Zahl der Klagen konnte deutlich um einen hohen 5-stelligen Betrag reduziert werden.

 

Klare Kriterien bringen Ihnen den Erfolg. Außerdem machen sie auch Spaß, weil die Ziele klar definiert werden und der Erfolg auch messbar gemacht wird.

 

Unser Tipp: Überlegen Sie zunächst: Was möchten Sie mit Telefoninkasso konkret in Zukunft erreichen? Wo versprechen Sie sich den größtmöglichen Erfolg? Mit welchen Hindernissen rechnen Sie?

 

Sie haben Fragen zu den besten Anrufkriterien? Rufen Sie mich an, oder senden mir einfach eine E-Mail.